vom Wasser an land: der frosch

Frösche sind faszinierend: Sie starten ihr Leben im Wasser und setzen es an Land fort. Alles beginnt mit dem Laichen, also dem Legen von Eiern ins Wasser. Aus jedem Ei schlüpft eine schwarze Kaulquappe. Das ist eine kleine, fischähnliche Larve mit rundem Körper und langem Schwanz. Die Kaulquappe filtert wie ein Fisch über Kiemen Sauerstoff aus dem Wasser. Lungen zum Atmen hat sie noch nicht. Ab einer Größe von etwa zwei Zentimetern beginnt die Metamorphose: Die Kiemen werden kleiner und die Lunge entwickelt sich. Außerdem beginnt der Schwanz, zu schrumpfen, während erst die Hinterbeine und dann die Vorderbeine wachsen. Schließlich verschwindet der Schwanz komplett. Die Kaulquappe ist zum kleinen Frosch geworden, der Lungen hat und sich an Land fortbewegen kann.

vom wasser in die luft: die Libelle

Das Leben der Libelle beginnt in einem Ei im oder am Wasser. Erst bricht eine Vorlarve aus dem Ei und häutet sich. Danach ist sie eine fertig entwickelte Larve, die sich im Wasser an Mückenlarven, Bachflohkrebsen oder kleinen Kaulquappen satt frisst. Während sie wächst, häutet sie sich weiterhin. Nach mehreren Monaten oder sogar erst nach fünf Jahren klettert die Larve aus dem Wasser und klammert sich an einem Schilfstängel fest. Dort bricht die Larvenhaut auf und die junge Libelle zwängt sich heraus. Kurz muss sie ihre Flügel entfalten und alles aushärten lassen, dann kann sie fliegen.

von der Welle auf den Grund: der Seeigel

Autsch! Ein Seeigel ist stachelig, aber nicht von Anfang an. Er beginnt sein Leben als winziges Ei, das im Meer treibt. Aus diesem Ei schlüpft eine Larve namens Pluteus, die Plankton frisst. Sie ist kleiner als ein Millimeter, durchsichtig und hat lange Arme. Damit ähnelt sie einem Mini-Raumschiff, das durchs Wasser schwebt. Nach einigen Wochen beginnt die Verwandlung: Im Inneren des Larvenkörpers bilden sich Kalkplatten. Der Körper schrumpft zusammen, wodurch die Platten zusammenwachsen. Langsam sinkt der Pluteus auf den Meeresboden, ihm wachsen Stacheln und Röhrenfüßchen. Mit diesen Füßchen kann sich der junge und immer noch durchsichtige Seeigel fortbewegen.

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