

Wie sie entstehen
Unsere Erde besteht aus mehreren Schichten: dem Erdkern, dem Erdmantel und ganz außen der Erdkruste. Diese Kruste kannst du dir wie eine Haut um unseren Planeten vorstellen. Sie ist in große Platten geteilt, die sich ganz langsam bewegen, als würden sie auf der Erde schwimmen. An manchen Stellen wird es spannend: Die Platten treiben auseinander, andere schieben sich übereinander. Dabei entstehen Risse in der Erdkruste. Durch diese Risse kann heißes Gestein aus dem Inneren der Erde nach oben gelangen wie Blut aus einer Wunde. Wenn das passiert, spricht man von einem Vulkanausbruch.

Was Sie Machen
Tief im Inneren der Erde ist es so heiß, dass sogar festes Gestein schmilzt. Diese flüssige Masse nennt man Magma. Sie sammelt sich in unterirdischen Hohlräumen, sogenannten Magmakammern. Dort baut sich mit der Zeit immer mehr Druck auf. Das Magma sucht sich einen Weg nach oben durch Risse und Spalten in der Erdkruste. Wenn der Druck zu groß wird, kommt das Magma an der Oberfläche heraus – ein Vulkanausbruch! Manchmal fließt die Lava ruhig aus dem Vulkan. Manchmal ist aber so viel Druck in der Magmakammer, dass der Vulkan explodiert. Dann schleudert er Asche, Gas und Gesteinsbrocken in die Luft.
wER ALLES ÜBER SIE WEISS
Jemand, der Vulkane erforscht, heißt Vulkanologe. Er möchte verstehen, wie Vulkane entstehen und warum sie ausbrechen. Sein wichtigstes Ziel ist es, Ausbrüche und Gefahren möglichst früh vorherzusagen, damit Menschen rechtzeitig gewarnt werden können. Dafür beobachtet er Vulkane oft direkt vor Ort, stellt Messgeräte auf und sammelt Proben von Gestein, Gas und Staub. Diese untersucht er später im Labor. Mit seinem Wissen erstellt der Vulkanologe Gefahrenkarten, die anzeigen, wo und wie stark ein Gebiet gefährdet ist. Zusätzlich hilft er dabei, Schutz- und Evakuierungspläne zu entwickeln. Manche Vulkanologen erforschen auch Vulkane auf anderen Planeten, das gibt es aber noch nicht so lange.

Warum sie uns nützent
Es ist vielleicht schwer vorstellbar, aber Vulkane können auch nützlich sein. Ihre Asche enthält wichtige Nährstoffe und Mineralien, wodurch der Boden besonders fruchtbar wird. Das heißt, Pflanzen können dort gut wachsen. Auf dem Vulkan Ätna in Italien wachsen sogar Obst- und Olivenbäume und teilweise ganze Weizenfelder. Vulkane liefern außerdem Bimsstein. Er ist nicht nur dazu gut, die Hornhaut am Fuß wegzurubbeln, sondern er wird vor allem auch zum Bauen benutzt. Schwefelhaltiger Schlamm aus heißen Quellen, die in Vulkangebieten entstehen, ist sogar gut für die Haut. In Island nutzen die Menschen die heißen Quellen auch, um Energie zu gewinnen.

