Am 21. März ist der Internationale Tag des Waldes. Er soll uns daran erinnern, wie wichtig der Wald für uns ist. Er ist ein Lebensraum für viele verschiedene Tiere und Pflanzen. Er produziert Luft zum Atmen und Holz für Öfen, Möbel und Häuser. Und er ist ein Ort, wo wir uns erholen und zur Ruhe kommen können. Der Wald ist nicht nur schön, sondern auch wichtig für unsere Umwelt und ein spannender Ort voller Leben. Viele Gründe, um ihn zu schützen.

Zum Atmen brauchen wir Sauerstoff. Den produzieren die Pflanzen. Sie nehmen Sonne, Wasser und Kohlendioxid (auch CO² genannt) aus der Luft und erzeugen damit Sauerstoff und Zucker. Diesen Vorgang nennt man Fotosynthese. CO² ist ein Gas, das auch für den Klimawandel verantwortlich ist. Den Zucker brauchen die Pflanzen zum Wachsen. Einen Teil des Sauerstoffs geben sie wieder an die Luft ab. Wälder sind also so etwas wie große Atemluftfabriken und filtern Schadstoffe aus der Luft. Deshalb nennt man sie, vor allem die großen Regenwälder am Äquator, auch die „grüne Lunge“ der Erde.

Nadelbäume tragen keine Blätter, sondern Nadeln. Man nennt sie auch Koniferen. Dieser Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Zapfenträger. Denn bei den meisten Nadelbäumen sind die Samen in ihren Zapfen eingeschlossen. Die Samen hängen an einem kleinen „Flügel“. Wenn sie aus den Zapfen fallen, fliegen sie wie kleine Hubschrauber durch die Luft. Die häufigsten Nadelbäume in unseren Wäldern sind Fichte, Kiefer, Tanne und Lärche. Anders als Laubbäume verlieren Nadelbäume ihre Nadeln nur, wenn sie alt oder krank sind. Deshalb nennt man sie auch immergrüne Bäume. Nur die Lärche verliert als einziger Nadelbaum im Herbst ihre Nadeln.

Ein Laubbaum ist ein Baum, der Blätter hat. Die Blätter von Bäumen und Sträuchern nennt man auch Laub. Laubbäume sind „sommergrün“ und verlieren im Gegensatz zu Nadelbäumen im Herbst ihre Blätter. Bevor sie herunterfallen, färben sich die Blätter bunt. Dann leuchtet der Wald in roten, gelben und grünen Farben. Ein Laubbaum ist ein sogenannter Bedecktsamer: Die Samen wachsen in Körnern und Früchten. Die häufigsten Laubbäume in Deutschland sind: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Kastanie und Linde.

Im Wald leben viele Tiere: vom großen Wildschwein über Fuchs und Vogel bis hin zur kleinen Ameise. Neben den Bäumen wachsen dort auch kleinere Pflanzen: Weiches Moos auf dem Boden sowie dichte Farne und Beerensträucher. Vieles im Wald ist giftig. Also iss nichts, wenn du dir nicht sicher bist, ob es genießbar ist. Falls du Beeren oder Pilze sammeln möchtest, nimm einen Erwachsenen und ein Bestimmungsbuch mit.

Wenn es regnet, sickert das Wasser in den Waldboden. Dort wird es gespeichert und steht somit den Pflanzen zur Verfügung – auch, wenn es mal länger nicht regnet. Das Wasser nehmen die Bäume durch ihre Wurzeln auf und leiten es durch den Stamm bis nach oben in ihre Blätter. Aus den Blättern verdunstet das Wasser und wird wieder in die Atmosphäre abgegeben. Daraus bilden sich Wolken, die erneut abregnen. Somit ist der Wald ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs. Das gespeicherte Regenwasser sickert langsam durch die Bodenschichten nach unten ins Grundwasser. Das Grundwasser ist sehr sauber, da der Boden als natürlicher Filter wirkt. Brunnen pumpen das Grundwasser in Wasserwerke. Dort wird es schließlich zu Trinkwasser aufbereitet.

Gesunde Wälder sind wichtig für unsere Umwelt, außerdem liefern sie uns auch Holz zum Heizen oder, um Möbel oder Häuser zu bauen. Umso besser ist es, wenn wir sorgsam mit ihnen umgehen. Bleibe deshalb immer auf dem Weg. Im Unterholz kannst du leicht winzige Pflanzen oder Pilze kaputttreten. Nimm Rücksicht auf die Tiere und störe sie nicht. Schreien oder laute Musik erschreckt sie. Lass deinen Müll nicht einfach liegen, sondern nimm ihn mit. Den Wäldern hilft es auch, wenn du weniger Papier verbrauchst. Denn für die Herstellung müssen Bäume gefällt werden. Nutze am besten Recyclingpapier.

Von außen kann man das Alter eines Baumes nicht erkennen. Experten können es an der Höhe und Dicke des Stammes ungefähr schätzen. Wie alt ein Baum wirklich ist, verraten dir seine Jahresringe. Diese siehst du erst, wenn er gefällt wurde. Für jeden Ring zählst du ein Jahr.

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