Egal ob du in der Stadt oder auf dem Land wohnst, du hast bestimmt schon einmal einen Traktor gesehen. Dieses starke Gefährt brauchen Landwirte, um die Felder zu bearbeiten und die Geräte zu ziehen, die ihnen bei ihrer täglichen Arbeit auf dem Hof helfen. Weißt du, wie eine Egge aussieht? Oder was der Bauer mit einer Drillmaschine macht? Hier erfährst du es.

Noch vor hundert Jahren ernährte ein Bauer vier Menschen: Mit seinen Tieren im Stall und mit dem, was auf seinen Feldern wuchs. Heute kann ein Landwirt im Durchschnitt 130 Menschen ernähren. Der Grund dafür, dass Landwirte heute so viel mehr produzieren können, ist der große technische Fortschritt.

Einen Pflug braucht der Landwirt zum Lockern und Wenden des Ackerbodens. So entsteht eine größere, raue Oberfläche, die mehr Sauerstoff aufnehmen und Wasser besser speichern kann. Die ersten Pflüge wurden noch von Menschen selbst gezogen, später spannten die Bauern dann Ochsen oder Pferde vor den Pflug. Noch heute werden in vielen Ländern der Welt Tiere vor die Pflüge gespannt, meistens nutzt man aber Traktoren zum Ziehen.

DAS WÄCHST IN DEUTSCHLAND AUF DEM FELD:

Getreide (Weizen, Roggen, Mais ...)

Gräser als Tierfutter

Gemüse (Spargel, Salat, Karotten ...)

Obst (Äpfel, Weintrauben, Erdbeeren ...)

Kartoffeln

Den Mähdrescher brauchen Bauern zur Ernte von Getreide. Mithilfe von scharfen Klingen schneidet er die Getreidehalme ab. Im Inneren des Mähdreschers wird die sogenannte Spreu vom Getreide getrennt. Als Spreu bezeichnet man die Hülsen und Stängelteile des Getreides. Sie wird aussortiert und hinter dem Mähdrescher wieder auf das Feld geblasen. Neben dem Mähdrescher fährt ein Traktor mit Anhänger, auf dem die Getreidekörner gesammelt werden.

Nach dem Pflügen muss der Bauer die Erde noch zerkleinern. Das passiert mit der Egge. Das ist ein Gerät mit Zinken oder Scheiben, die durch den Boden gezogen werden. Anschließend kann man auf dem Feld säen. Oft hängen Landwirte ihre Egge direkt hinter den Pflug. So können sie beide Arbeitsschritte gleichzeitig machen.

Die Drillmaschine benutzt der Bauer zur Aussaat der Samen. Sie zieht mehrere Zentimeter tiefe Rinnen in die Erde des Ackers. Eine drehende Walze bringt die Samen dann durch ein kleines Rohr in den Boden ein. Diesen Vorgang nennt man „drillen“. Durch die Drillmaschine wird die Saat gleichmäßig und jeweils in gleicher Tiefe eingepflanzt.

Manchmal wird auf riesigen Feldern über mehrere Jahre nur eine einzige Pflanzenart angebaut, zum Beispiel Raps oder Mais. Das nennt man Monokultur. Besser für Boden, Pflanzen und Insekten ist eine Mischkultur. Dabei werden verschiedene Pflanzen nebeneinander angebaut.

Der Kartoffelroder ist eine Erntemaschine für Kartoffeln und ähnliche Gemüsesorten. Der Roder fährt über den Acker und hebt die Erde mittels eines Pflugs auf ein Sieb. Dort wird die Erde gesiebt und die Kartoffeln fallen in einen Behälter. Dort werden sie gesammelt.

Das Mähwerk kann der Bauer an seinem Traktor anbringen und damit seine Wiese mähen. Die scharfen Klingen des riesigen Rasenmähers schneiden die Grashalme ab. Auf dem Feld bleibt das Gras dann liegen, damit es trocknet und zu Heu wird. Später verfüttert der Landwirt es an seine Tiere. Früher musste das Gras noch mit der Sense per Hand gemäht werden.

Traktoren müssen nicht immer groß sein. Es gibt auch sehr schmale Traktoren, die nur etwa einen Meter breit sind. Das ist praktisch, denn so kann er zwischen Obst- und Weinreben hindurchfahren.
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Na, du hast noch nicht genug von grossen Maschinen?

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